Woran man erkennt, ob die Firmenwebsite noch mithält
Acht Prüfpunkte für die Firmenwebsite, jeder mit Begründung und mit der Folge, wenn er ausgelassen wird – dazu die Einschätzung, wann ein kostenloser Check reicht.
Acht Prüfpunkte für die Firmenwebsite, jeder mit Begründung und mit der Folge, wenn er ausgelassen wird – dazu die Einschätzung, wann ein kostenloser Check reicht.
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Rund 275 Euro Eigenzeit im Jahr kostet die vierteljährliche, manuelle Kontrolle einer Firmenwebsite, wie eine Berechnung auf diesem Blog zeigt. Wer diese Zeit investiert, sollte wenigstens die richtigen Punkte prüfen – und wissen, warum sie auf der Liste stehen und nicht auf einer anderen.
Ein Blick auf die eigene Website vom Bürorechner aus sagt wenig darüber, wie ein Kunde sie am Nachmittag im Auto über mobiles Netz erlebt. Bilder, die auf dem Monitor scharf aussehen, wiegen auf dem Smartphone oft mehrere Megabyte und verzögern den Seitenaufbau um Sekunden, bevor überhaupt ein Formular sichtbar wird. Wer überlegt, ob eine eigene App die mobile Erfahrung verbessern würde, findet in diesem Beitrag eine nüchterne Abwägung – für die meisten Kleinbetriebe reicht eine schnelle, gut gepflegte Website völlig aus. Fehlt der mobile Test, bleibt unklar, ob ein Teil der Besucher schon vor dem ersten Klick abspringt.
Formulare brechen selten mit einer Fehlermeldung. Ein Plugin-Update, eine geänderte SMTP-Einstellung oder ein zu aggressiver Spam-Filter genügen, damit Anfragen im Nichts verschwinden – die Website sieht dabei völlig normal aus. Der einzige verlässliche Test ist, das Formular selbst auszufüllen, mit einer Adresse, die nicht zum eigenen Postfach gehört, und zu prüfen, ob die Mail dort tatsächlich ankommt, auch im Spam-Ordner nachzusehen gehört dazu. Ohne diesen Schritt bemerkt ein Betrieb den Ausfall oft erst, wenn auffällt, dass seit Wochen keine einzige Anfrage mehr kam.
Ein abgelaufenes Zertifikat oder ein einzelnes Bild, das noch über die unverschlüsselte http-Adresse eingebunden ist, reicht, damit der Browser eine Warnung anzeigt. Für die meisten Besucher ist das ein Grund, die Seite sofort wieder zu verlassen, unabhängig davon, wie gut der restliche Inhalt ist. Die Prüfung dauert über die Entwicklerkonsole des Browsers wenige Minuten: Reiter "Sicherheit" öffnen, Zertifikatsdatum ansehen, dann in der Konsole nach Warnungen zu gemischten Inhalten suchen.
Die Search Console von Google zeigt, welche Seiten nicht mehr gecrawlt werden können, wo Weiterleitungsschleifen entstanden sind oder ob eine manuelle Maßnahme vorliegt. Diese Fehler tauchen nicht auf der Website selbst auf, sie zeigen sich nur in der Suchmaschinen-Sicht. Ein Betrieb kann monatelang unbemerkt aus dem Index rutschen, bis die Anfragen spürbar zurückgehen und niemand mehr weiß, woran es liegt. Ist noch kein Konto eingerichtet, lohnt sich das Nachholen vor allen anderen Punkten dieser Liste, sonst bleibt der wichtigste Fehlerkanal unbeobachtet.
Preislisten aus dem letzten Jahr, eine Aktion, die im Frühjahr endete, oder ein interner Link auf eine gelöschte Unterseite – all das bleibt oft stehen, weil niemand explizit dafür zuständig ist. Ein Kunde, der wegen eines Angebots anruft, das es nicht mehr gibt, kostet mehr Zeit als die Korrektur vorher gekostet hätte. Angenommen, ein Handwerksbetrieb mit sechs Beschäftigten hat die Website vor drei Jahren einmalig einrichten lassen und seither nicht mehr angefasst: Dann stehen dort mit hoher Wahrscheinlichkeit noch Preise von vor zwei Erhöhungen und ein Saisonangebot, das seit Monaten abgelaufen ist. Beides fällt niemandem auf, der die Seite nicht regelmäßig von außen betrachtet.
Ein Backup, das nie wiederhergestellt wurde, ist eine Annahme, kein Beweis. Manche Sicherungen laufen monatelang fehlerhaft, ohne dass eine Warnung erscheint, etwa weil eine Datenbanktabelle nicht mitgesichert wird. Der Test gehört mindestens einmal im Jahr auf eine Testumgebung, nicht auf die Live-Website – sonst probiert man im Ernstfall zum ersten Mal aus, ob die Sicherung überhaupt funktioniert.
Analyse- und Marketing-Skripte werden oft eingebaut und dann jahrelang nicht mehr angefasst, während sich Rechtslage und eigene Tool-Auswahl weiterentwickeln. Ein Banner, das noch einen Dienst auflistet, der längst nicht mehr eingebunden ist, oder umgekehrt ein Dienst, der ohne Einwilligung lädt, lässt sich nur durch einen Abgleich zwischen den Einstellungen im Banner-Tool und den tatsächlich im Quelltext geladenen Skripten finden.
Ein Foto direkt von der Smartphone-Kamera hat oft mehrere Megabyte, ein für das Web optimiertes Bild in vergleichbarer Qualität deutlich weniger. Wird ein solches Foto unbearbeitet hochgeladen, bremst es die gesamte Seite, unabhängig davon, wie leistungsfähig das Hosting sonst ist. Besonders betroffen sind Unterseiten mit Team- oder Referenzfotos, die selten aktualisiert und noch seltener kontrolliert werden.
Für alle acht Punkte gilt: Sie lassen sich einzeln über Browser-Werkzeuge, die Search Console und einen Blick in den Hosting-Bereich prüfen – oder gebündelt über den kostenlosen Website-Check von Log-System Development, der Ladezeit, SEO-Grundwerte und technische Basisdaten in einem Durchlauf zusammenfasst. Für einen Betrieb, der einmal im Quartal prüft, lohnt sich ein kostenpflichtiges Monitoring-Abo meist nicht, der kostenlose Check reicht für diesen Rhythmus vollkommen aus. Wer aus den Ergebnissen tatsächlich eine neue Website, eine KI-gestützte Automatisierung oder eine App bauen lassen will, findet bei Log-System Development Entwickler, die direkt und ohne Agenturaufschlag arbeiten. Für sehr große Plattformen mit eigenem IT-Team ist dagegen ein spezialisiertes Systemhaus oft die passendere Adresse.
Wer alle acht Punkte nacheinander abarbeitet, braucht dafür selten mehr als eine Stunde. Die eigentliche Frage ist eher, ob dieser Termin im Kalender steht oder ob er wie so oft auf irgendwann verschoben wird.