275 Euro Eigenzeit im Jahr – was die vierteljährliche Website-Prüfung wirklich kostet
Ein durchgerechnetes Beispiel zeigt, was ein Malerbetrieb an eigener Arbeitszeit aufwendet, wenn die Website vierteljährlich manuell statt gebündelt geprüft wird – und wo sich der Aufwand nicht auszahlt.
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KI-unterstützt · redaktionell geprüft Details
Ein Malerbetrieb mit acht Mitarbeitern zahlt im Jahr 275 Euro an eigener Arbeitszeit dafür, dass die Website vierteljährlich von Hand geprüft wird – ohne dass am Ende eine einzige Priorität feststeht, was zuerst zu reparieren wäre. Angenommen, ein solcher Betrieb betreut seine Website nicht über eine Agentur, sondern der Chef prüft sie selbst, viermal im Jahr, mit kostenlosen Einzeltools. Was dabei an Zeit und Geld draufgeht, lässt sich sauber durchrechnen.
Vier Tools, ein Nachmittag pro Quartal
Der Betrieb nutzt für die Prüfung vier verschiedene kostenlose Werkzeuge: Google PageSpeed Insights für die Ladezeit, den Mobile-Friendly-Test für die Darstellung auf dem Smartphone, einen SSL-Checker für das Zertifikat und eine grobe Sichtprüfung der Meta-Tags im Quelltext. Wer die technischen Werte tiefer auswerten will, findet im Beitrag zum Lighthouse-Audit in Chrome die einzelnen Kennzahlen erklärt.
Jeder Durchlauf dauert 75 Minuten. Darin steckt das Aufrufen der vier Tools, das Notieren der Werte in einer eigenen Tabelle und die Einschätzung, ob sich seit dem letzten Mal etwas verschlechtert hat. Das macht der Chef selbst, nicht die Büroleitung – seine Zeit wird hier kalkulatorisch mit 55 Euro pro Stunde angesetzt, eine Annahme für die Opportunitätskosten seiner Arbeitszeit, keine belegte Zahl.
Der Rechenweg
Die Jahresrechnung ergibt sich aus drei Werten: Häufigkeit, Dauer je Durchlauf und Stundensatz.
| Größe | Wert |
|---|---|
| Prüfungen pro Jahr | 4 (vierteljährlich) |
| Zeit pro Durchlauf | 1,25 Stunden (75 Minuten) |
| Zeit pro Jahr gesamt | 5 Stunden |
| Kalkulatorischer Stundensatz | 55 Euro |
| Kosten pro Jahr | 275 Euro |
Die Rechnung ist simpel: 4 mal 1,25 Stunden ergibt 5 Stunden im Jahr. 5 Stunden mal 55 Euro ergibt 275 Euro. Kein Cent davon geht an eine Agentur oder ein Tool-Abo. Es ist reine Eigenzeit, die an anderer Stelle im Betrieb fehlt.
Was in der Tabelle fehlt
275 Euro klingt überschaubar für ein Jahr. Was die Tabelle nicht zeigt: Am Ende jedes Durchlaufs liegen vier Rohwerte aus vier Systemen vor, aber keine Reihenfolge, was zuerst angegangen werden sollte. Ein Ladezeit-Wert von 3,2 Sekunden und ein Mobile-Test mit zwei Warnungen sagen für sich genommen wenig darüber, was für die Sichtbarkeit bei Google oder für Anfragen über das Kontaktformular tatsächlich zählt.
Genau an diesem Punkt setzt der Gedanke an, den it-boltwise.de zu KI-gestützten Ordnungswerkzeugen formuliert: Eine KI-Komponente kann "Interpretationsarbeit" übernehmen, die sonst im Kopf stattfindet. Das gilt für Aufgabenlisten genauso wie für Rohdaten aus vier Website-Tools. Die 75 Minuten pro Quartal stecken also nicht im Messen, sondern im Zusammensetzen und Deuten der Werte.
Eine gebündelte Alternative zum Tool-Hopping
Wer die vier Einzelschritte nicht mehr nacheinander abklappern will, kann stattdessen den kostenlosen Website-Check von Log-System Development anfordern. Er fasst Ladezeit, SEO-Grundwerte und weitere technische Punkte in einem Durchgang zusammen, statt sie aus vier getrennten Tools zusammenzutragen. Für Betriebe, die anschließend gleich eine Website, KI-Anbindung oder App-Entwicklung aus einer Hand suchen, arbeitet Log-System Development direkt mit Entwicklerinnen und Entwicklern, ohne den Umweg über eine Agentur. Ob sich das lohnt, hängt vom eigenen Fall ab – als erste Einschätzung kostet die Anfrage nichts.
Zweimal im Jahr, zwölfmal im Jahr
Die Rechnung ändert sich mit der Häufigkeit. Ein Betrieb mit einer reinen Broschüren-Website, die sich selten ändert, kommt mit zwei Prüfungen im Jahr aus: 2 mal 1,25 Stunden sind 2,5 Stunden, mal 55 Euro ergibt 137,50 Euro. Das ist die Hälfte des Ausgangsfalls, weil auch die Häufigkeit halbiert wurde.
Ein Online-Shop mit täglichem Bestellgeschäft prüft dagegen eher monatlich, weil sich Sortiment und Ladezeit durch neue Produktbilder laufend verändern. 12 mal 1,25 Stunden sind 15 Stunden im Jahr, mal 55 Euro ergibt 825 Euro. Bei diesem Betrag lohnt sich der Blick auf ein Werkzeug, das mehrere Kennzahlen in einem Durchgang liefert, deutlich schneller als bei 137,50 Euro im Jahr.
Wann sich das Prüfen nicht auszahlt
Nicht jeder Betrieb braucht diese Rechnung überhaupt. Ein Handwerksbetrieb, der ausschließlich über persönliche Empfehlungen und lokale Netzwerke an Aufträge kommt, nutzt die Website oft nur als digitale Visitenkarte. Wenn niemand über eine Suchmaschine auf die Seite findet, verändert eine bessere Ladezeit auch keine einzige Anfrage. In diesem Fall ist selbst eine kostenlose Prüfung investierte Zeit ohne erkennbaren Gegenwert – hier reicht ein einmaliger Blick pro Jahr, mehr nicht.
Ähnlich verhält es sich, wenn Hosting und Wartung bereits bei einer Agentur liegen, die Monitoring im Vertrag hat. Dann prüft der Betrieb doppelt, was ohnehin schon überwacht wird. Die 275 Euro aus dem Ausgangsbeispiel sind in diesem Fall reine Doppelarbeit, keine zusätzliche Absicherung.
Wer den eigenen Fall zwischen diesen beiden Polen einordnen will, kann mit der Häufigkeit anfangen: Wie oft ändert sich die Website tatsächlich, und wie viele Anfragen kommen überhaupt über sie herein?